Was ist Beton?

Beton wird aus den Ausgangsmaterialien Kies-Sand, Zement und Wasser hergestellt - notabene alles Materialien, die praktisch als einzige Rohstoffe in der Schweiz vorkommen. In den verschiedenen Lebensphasen liegt der Beton in unterschiedlichem Zustand vor: als Ausgangsstoffe (wie oben aufgezählt), als Frischbeton, als Betonbauteil und schliesslich als wiederverwertbares Betongranulat.

Die Kies- und Betonindustrie ist in einem permanenten Entwicklungs-Prozess. Neue Erkenntnisse werden umgesetzt, um die ökologischen Werte weiter zu verbessern. Insgesamt zeigt sich, dass Beton ein Baustoff mit geringer Umweltbelastung ist, vor allem in den Bereichen Schwermetallgehalt, Auslaugbarkeit und Ökotoxitität.

Betonsuisse Marketing AG heisst die neu gegründete Informationsplattform zum Baustoff Beton.

Die Natur liefert den Rohstoff als Flussablagerung in Form von Sand und Kies oder als Fels, der zu bearbeiten ist. Diese Vorkommen sind reichlich, aber nicht unendlich: Mit der Substituierung durch die Beigabe von Recycling-Material können die natürlichen Ressourcen geschont werden.

Das für den Hydratations-Prozess benötigte Anmachwasser kann durchaus aus recycliertem Wasser, aufgefangenem Meteorwasser oder aus zu Nicht-Trinkwasser aufbereitbarem Grundwasser bestehen. Natürliche Trinkwasservorkommen bleiben geschont.

Zement ist ein massgeschneidertes Bindemittel. Die Ausgangsstoffe dazu liefert die Natur, nämlich Kalkstein, Mergel und Gips. Sie werden in einem Hochtemperatur-Prozess zum neuen Mineral Zement-Klinker gebrannt und mit Zugabe von Gips zum eigentlichen Produkt Zement gemahlen.

Die Zementindustrie leistet einen markanten Beitrag zur CO2-Minderung. Als Ersatz für die Primärbrennstoffe (Kohle, Öl, Erdgas) werden vermehrt auch Alternativbrennstoffe (z.B. Trockenklärschlamm, Pneu, Altöl) eingesetzt. Abgestimmt und überwacht sind diese Prozesse mit wichtigen Institutionen wie EAWAG (Eidg. Anstalt für Wassserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz) und EMPA (Forschungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologie).

Mit Zusatzmitteln und Zusatzstoffen bezeichnet man die weiteren Materialien (Zusätze), die dem Frischbeton bei der Herstellung beigemischt werden können. Circa 1/3 aller Betone, die auf dem Bau verarbeitet werden, enthalten solche Zusätze. Zusätze werden verwendet, um spezielle Betoneigenschaften ganz gezielt zu verändern (natürlich im positiven Sinne). Dabei sind die Frisch- wie auch die Festbetoneigenschaften betroffen.

Bei den Zusatzmitteln handelt es sich meist um flüssig Stoffe, die in geringen Mengen (ca. 0.2% – 2% der Zementmenge) dem Beton zugegeben werden und normalerweise die Frischbetoneigenschaften verbessern: z.B. bessere Verarbeitbarkeit dank plastischer oder weicher Konsistenz oder längere Verarbeitbarkeit des Betons. Zusatzmittel können auch eine erhebliche Verbesserung von Festbetoneigenschaften bewirken: z.B. erhöhter Dichtigkeit gegenüber Wasser und Gasen, eine gute Frost- und Frost/Tausalz-Resistenz oder eine bessere Festigkeit.

Bei den Zusatzstoffen handelt es sich normalerweise um mineralische Zusätze, die in grösseren Mengen (10 – 50 kg/m3) dem Beton zugegeben werden und vor allem die Festbetoneigenschaften verändern: die mechanische Eigenschaften, die Dichtigkeit und die Dauerhaftigkeit.

Wichtigste Produkte sind Gesteinsmehle, Flugasche und Silicastaub, aber auch spezielle Stoffe wie Farbpigmente zum Einfärben von Beton oder Fasern (Stahl- oder Kunststofffasern) gelten als Zusatzstoffe.

Stein

Zusätzliche Informationen